Transportboxen – Was du wissen solltest!

Typische Kleintierbox
Typische Kleintierbox

Transportboxen gibt es in allen Arten und Variationen. Inzwischen gehören sie zur Ausstattung eines modernen Tierhalters dazu. Mit ihnen kann ein geregelter, sicherer und vor allem artgerechter Transport von A nach B gewährleistet werden. Durch eine Verminderung des Stresses, welcher auf das Tier einwirkt, schützt du mit der richtigen Box nicht nur deinen Liebling, sondern erleichterst auch dir selbst das Leben.

Doch nicht nur dafür kann man eine gute Transportbox nutzen. Wie man Transportboxen nutzen kann, um einen Welpen stubenrein zu machen, welche Transportbox für dein Tier die Richtige ist. Das alles und noch einiges mehr, erfahrt ihr hier!

Wofür können Transportboxen eingesetzt werden?

Natürlich werden Transportboxen auch für den Transport eingesetzt. Das ist doch ganz klar denkst du jetzt?

Völlig richtig!

Doch wo sollte ich zur Transportbox greifen? Zuerst einmal überall dort, wo dem Tier andernfalls ein Verletzungsrisiko droht. Also im Auto, Flugzeug, Boot, Bahn und vielleicht sogar für das Fahrrad. Das ist natürlich abhängig davon, welches Tier du transportieren willst! Doch zur Auswahl der richtigen Box später mehr.

Ganz gleich ob für das Auto oder die eigenen vier Wände: Die Transportbox gibt deinem Tier Sicherheit. Im Ernstfall auch bei einem Verkehrsunfall. Die Transportbox schützt dabei längst nicht nur eure treusten Freunde, sondern alle Insassen des Fahrzeugs. Und ihr Einsatzzweck ist vielfältiger, als Du im ersten Moment vielleicht glauben magst.

Prinzipiell ist jede Art des Transports möglich. Sogar in einem Anhänger. Doch du solltest eben darauf achten, dass die Transportbox für dein Tier zugelassen worden ist. Hunde in einem speziellen Anhänger zu transportieren ist kein Problem. Vögel, selbst wenn der Anhänger für diese modifiziert worden wäre, würden diesen Stress hingegen nie überleben. Also geht einfach mit gesundem Menschenverstand an die Sache heran.

Transportboxen sollten also eingesetzt werden, wenn dem Wohl des Tieres Gefahr droht. Mit anderen Worten: Ich würde empfehlen immer eine Transportbox zu nutzen, wenn das Tier sich nicht aus eigener Kraft bewegt, also beispielsweise neben einem Fahrrad her läuft. Natürlich muss niemand seinen Hund in eine Box stecken, wenn ein kleiner Bootsausflug ansteht. Auch hier gilt wieder: Die Verhältnismäßigkeit ist ausschlaggebend.

Was benötige ich noch?

Was sollte man den jetzt noch benötigen? Ich habe doch meinen Liebling und eine sichere Transportbox? Kann es nicht jetzt losgehen? In den Urlaub? Zum Arzt? Oder zum Ausflug am Sonntag? NEIN!

Es fehlen noch einige wichtige Dinge. Jetzt fragst du dich natürlich zu Recht, welche Dinge das sein sollen. Und ich werde es dir natürlich auch beantworten!

Unser oberstes Ziel ist es doch unser Tier sicher und stressfrei ans Ziel zu bringen. Wir wollen mögliche Verletzungen vermeiden. Das gelingt uns mit einer Transportbox, die wir individuell für unser Tier ausgewählt haben. Doch wir möchten auf jeden Fall vermeiden, dass wir dem Tier erhöhtem Druck aussetzten. Im besten Falle ist der Transport sogar völlig entspannt oder sogar spannend für unseren Hund, unsere Katze und so weiter… Dafür ist es am Besten das Tier schon im Voraus an das zukünftige Transportmittel zu gewöhnen. HIER erfährst du, wie du das schaffst.

Weiterhin wollen wir dem Tier den Transport so annehmlich wie möglich machen. Dafür benötigen wir gewisses Zubehör. Ich habe für dich eine kleine Checkliste zusammengestellt. Damit vergisst du nichts und wirst auf den nächsten Transport bestens vorbereitet sein!

Was gibt es bei der Auswahl zu beachten?

Bei einer so großen Auswahl an Transportboxen, wie es sie derzeit auf dem Markt gibt, stellt sich natürlich die Frage, welche denn für dein Tier geeignet ist. Dabei gibt es einige wenige, aber wichtige, Kriterien zu beachten.

  • Größe und Gewicht des Tieres
  • Art des Tieres
  • Art des Transports
  • Größe des Transportmittels
  • Genügend Luftzirkulation (besonders bei höheren Temperaturen)
  • Öffnungsseiten der Box (dein Tier muss immer schnell erreichbar sein)

Eigentlich sind diese Eigenschaften selbsterklärend. Trotzdem möchte ich hier einmal folgendes klar stellen. Diese Kriterien sind nicht in Stein gemeißelt. Jeder von euch hat andere persönliche Anforderungen bzw. euer Tier hat eigene. Das bedeutet ich kann hier nur die Mittel und Wege aufzeigen, die euch zu einem gesunden und sicheren Transport für Mensch und Tier führen. Verlasst euch auf euren Verstand und ihr werdet die richtige Wahl treffen.

Kleiner Tipp: Ein guter Maßstab für die Größe der richtigen Transportmöglichkeit ist folgendes: Euer Tier sollte aufrecht stehen können und sich bequem umdrehen und hinlegen können.

Tier ohne Box transportieren? NEIN!

"So geht es nicht!" - Hund schaut bei voller Fahrt aus Fenster
So geht es nicht!

Nein, auf keinen Fall dürft ihr euer Haustier ungesichert in einem Fahrzeug mitführen. Und zwar egal, um was für ein Fahrzeug es sich dabei handelt. Die Gefahren die dabei entstehen können, sind lebensgefährlich. Zur Abschreckung findet ihr im folgenden einige Folgen eines ungesicherten Tieres.

  • das Tier kann sich bei starken Bremsungen verletzen oder tödlich verunglücken, weil es in den Fußraum fällt oder gar durch die Windschutzscheibe geschleudert wird
  • das ungesicherte Tier kann bei einer starken Bremsung Fahrer oder Mitfahrer durch Schleudern verletzen
  • das Tier kann den Fahrer während der Fahrt ablenken und bspw. auf den Schoß oder in das Lenkrad springen, wodurch Unfälle entstehen können

Vor dem Gesetz

In den Paragraphen 22 und 23 der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist relativ genau geregelt, wie ein Tier im Auto mitzuführen und zu sichern ist.

Die Verantwortlichkeit dieses Vorschriften einzuhalten, liegt beim Fahrzeugführer.

Im Sinne dieser Paragraphen gelten Tiere als „Ladung“ und Ladung ist generell so zu verstauen und zu sichern, dass diese selbst im Falle einer Voll- oder Notbremsung, sowie plötzlichen Ausweichbewegungen weder verrutschen, noch hin- und herrollen kann. Wie genau diese Ladungssicherung umzusetzen ist, ist nicht explizit geregelt.

Vor- und Nachteile einer Transportbox

Vorteile

  • Gute Sicherheit für das Tier, wenn die Box (inklusive Tier) quer zur Fahrtrichtung direkt hinter der Rücksitzlehne (z.B. im Kombi) positioniert wird. Große Boxen müssen zusätzlich gesichert werden, da besonders bei älteren Fahrzeugen die Festigkeit der Sitzlehnen nicht ausreicht, um eine rutschende Box abzufangen. Hierfür eignet sich ein stabiles Laderaumtrenngitter, -trennnetz oder das Festspannen mit Gurten. Tipp: Sicherheitsgurte der Rücksitze schließen, auch wenn niemand auf dem Rücksitz sitzt. Das erhöht ebenfalls die Stabilität der Lehne.
  • Kleinere Boxen können auch im Fußraum hinter den Vordersitzen sicher untergebracht werden
  • Das Tier befindet sich in seiner gewohnten „Schlafhöhle“ und ist von gewissen Fahreinflüssen von außen gut abgeschirmt. Das reduziert die mögliche Nervosität beim Tier.
  • Der Hund kann den Fahrer nicht stören und (im Falle eines Unfalls) die Rettungskräfte nicht behindern

Nachteile

  • Umständliche Handhabung (nur bei schweren Boxen)
  • Gewisse Eingewöhnungsphase für das Tier
  • Eigenstabilität der Boxen bei Sicherung ohne vordere Abstützung (z.B. auf dem Rücksitz) unzureichend

Weitere Einsatzgebiete

Hunde stubenrein machen

Ein spezielles Einsatzgebiet einer Transportbox ist es sie dafür einzusetzen euren Hund möglichst schnell stubenrein zu machen. Dafür werdet ihr nicht einmal viel tun müssen. Das hat gleichzeitig den praktischen Effekt, dass euer Welpe, wenn er gerade erst bei euch eingezogen ist, schnell lernt die ganze Nacht durchzuschlafen. Und das innerhalb von 2-3 Nächten!

Wie das funktioniert erfahrt ihr im folgenden Video.

Gibt es auch hochwertige Transportboxen?

Aus preislichen Gründen setzen die meisten Hersteller von Transportboxen bei der Verarbeitung auf Kunststoff oder Stoff. Hiermit lassen sich die Modelle in allen gewünschten Formen und Farben herstellen. Wesentlich sicherer sind natürlich die etwas hochpreisigen Transportboxen aus Aluminium. Diese sind allerdings auch meistens größer und nicht für alle Tiere geeignet. Außerdem kann es zu Platzproblemen kommen. Diese kann man aber lösen und hängen auch ganz von deinem Einsatzzweck ab. Die großen Modelle für Anhänger und Kofferraum kannst du nämlich auch zuhause einsetzen. Zum Beispiel als Schlafplatz oder wenn Besuch kommt. Wenn Du Dich für diese Boxen interessierst, dann musst Du schon ein wenige Tiefer in die Tasche greifen. Zudem überzeugen diese höherwertigen Produkte auch mit einer ganz anderen Haltbarkeit.

Wie teuer ist so eine Box?

Es gibt bereits Transportboxen ab 23 Euro im Handel zu kaufen. Doch Vorsicht! Verschiedene Tests haben gezeigt, dass die viele billige Boxen gravierende Qualitätsmängel aufweisen. Falls du mehr dazu wissen möchtest, findest du darüber etwas unter dem Punkt Sicherheit.

Die Stiftung Warentest hat 21 Trans­port­systeme getestet, darunter Hundeboxen aus Plastik, Stoff und Metall, Drahtkäfige und Geschirre (Preise: 23 bis 675 Euro). Sie mussten Crashtests und heikle Fahr­manöver über­stehen. Die Noten reichen von Sehr gut bis Mangelhaft. Wirk­lich sicher sind nur hoch­wertige Metall­boxen. Vor allem Geschirre versagten im Crashtest.Stiftung Warentest

Stiftung Warentest kommt letztendlich zu dem Schluss, dass man bereits für 210 Euro eine absolut sichere Transportbox fürs Auto besitzt. Ich stimme dem jedoch nur teilweise zu. Einerseits kommt es darauf an, wo man die Boxen im Auto positioniert. Andererseits auf Einsatzzweck und die Größe des Tieres. Es bringt nichts eine Katze in eine riesige Aluminiumbox zu stecken. Genauso wenig bringt es etwas eine kleine Box in den Kofferraum zu stellen, anstatt in den Fußraum….

Transportbox selber bauen…

Ja man kann sich eine Transportbox selber bauen.

Würde ich es empfehlen? Nein!

Wieso nicht? Weil ich es selber nicht machen würde.

Ich würde es nicht tun, da mir das Leben meines Tieres (bei mir ist es ein Deutscher Schäferhund) zu viel wert ist. Ich würde es mir nicht verzeihen, wenn er sich auf Grund eines Baufehlers den ich gemacht habe, verletzen würde.

Zum Anderen könnte es, wie auch immer, dazu kommen, das meine Box zu einem Unfall führt oder bei einem Unfall selber schaden anrichtet. Sollte es eine gekaufte Box machen, wäre das genauso schlimm, aber ich wäre nicht haftbar. Es sei den ich hätte die Transportbox nicht richtig gesichert.

Das ist meine ganz eigene Meinung. Sollte dennoch jemand eine Transportbox selber bauen wollen, dann findet er hier eine Anleitung. Diese ist zwar für eine Hundetransportbox, doch sie lässt sich leicht anpassen.

How to Tiere transportieren

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